Das Regalsystem 2ge entstand im Rahmen meiner Bachelorarbeit und verfolgt den Ansatz, mit minimalem Materialeinsatz ein maximal variables Möbel zu schaffen. Die gesamte Konstruktion basiert auf lediglich zwei Bauteilen: Regalböden aus Multiplex und Trägerstangen aus Eichenholz.
Das Besondere am System ist die konsequente Symmetrie seiner Bauteile. Sowohl die Regalböden als auch die Trägerstangen sind richtungslos gestaltet und können beliebig eingesetzt werden. Durch das einfache Wenden der Böden entstehen immer wieder neue Konfigurationen, ohne zusätzliche Verbindungselemente oder Werkzeuge.
Die Form der Aussparungen in den Regalböden führt die Eichenholzstangen und nutzt deren natürliche Elastizität. Die entstehende Materialspannung fixiert die einzelnen Ebenen formschlüssig und verleiht dem Regal Stabilität. So entsteht ein variables Stecksystem, das sich werkzeuglos montieren lässt und Funktion, Konstruktion und Material auf das Wesentliche reduziert.
Dank seines modularen Aufbaus passt sich das Regalsystem unterschiedlichsten Raumsituationen an und bietet eine Vielzahl von Konfigurationsmöglichkeiten, vom kleinen Sideboard bis zum raumhohen Regal. Die reduzierte Formensprache und die sichtbare Konstruktion machen das Möbel zugleich zu einem funktionalen und ästhetischen Gestaltungselement.
Für seine innovative Verbindung von Material, Konstruktion und Gestaltung wurde das Regalsystem 2ge im Jahr 2016mit einer Anerkennung des Sächsischen Staatspreises für Design ausgezeichnet.







