Holz wird als natürlicher, nachhaltiger und lebendiger Werkstoff geschätzt.

Maserrichtung, Farbe und Dichte sind Eigenschaften, welche vielseitig in der holzverarbeitenden Industrie zu nutze gemacht werden.

Das Quellen und Schwinden des Werkstoffes ist hingegen eine vernachlässigte bzw. unbeliebte Eigenschaft. Jedoch macht genau diese das vielgeschätzte „lebendige Material“ greifbar wie keine zweite.

Mit dem Projekt Softboild möchte ich insbesondere diese Eigenschaften zur Formgestaltung nutzten.

 

Um einen formgebend Effekt zu erzielen, muss der Quellverhalten verstärkt werden, was eine Komprimierung des Ausgangsmaterials voraussetzt.

Das entsprechende Verfahren hat Prof. Dr. Haller, Professor für Holztechnik

an der TU- Dresden entwickelt. Prof. Haller hat mich zudem in meiner Masterarbeit, in dessen Rahmen ich das Projekt durchgeführt habe, fachlich unterstützt.

 

Nach ersten Materialstudien, mit denen ich die Querrichtung des Materials untersucht habe, sind kleine Modelle meiner späteren Arbeit entstanden.

 

 

 
 

Um den Prozess zu aktivieren, benötigt man Wasser und Hitze. Beides lässt sich im Labormaßstab mittels Kochtopf und Herd realisieren.

Für die Umsetzung der Experimente im Maßstab 1:1, musste auch der Versuchsaufbau skaliert werden, woraufhin die „ Softbox“ für das Projekt entstand.

 

Die Ausgangsform der Stühle, wurde so konzipiert, dass sie relativ einfach seriell hergestellt werden kann.

Die finale Gestaltung, mittels einer materialbedingten Transformation wird erst durch den Quellprozess generiert. Der Spannungsbogen zwischen seriellem Produkt, hin zum Unikat wird durch das Projekt „Softboiled“ neben der tiefgründigen Materialuntersuchung gleichermaßen sichtbar gemacht. 

Ergebnisse